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Schulentwicklung: “Pragmatische Lösungen statt Raumnot und Schimmel”

Die FDP fordert eine neue Diskussion über die Schulentwicklung in Trier

Im Wahlkampf hat die FDP Trier die Schulsituation der Stadt zu einem der Hauptthemen gemacht, Raumnot und Schimmelbefall sind nun schon seit Jahren Probleme, mit denen die Trierer Schulen zu kämpfen haben. „Der faule Kompromiss des letzten Jahres mündet spätestens jetzt in einer fehlgeleiteten und fatalen Entwicklung, wie die Beispiele Egbert und HGT zeigen“, kritisiert der Trierer FDP-Vorsitzende Tobias Schneider. Die Liberalen sehen es daher als notwendig an, das Schulentwicklungskonzept erneut zur Diskussion zu stellen. „Es zeigt sich, dass es nichts bringt, es allen recht machen zu wollen. Das verabschiedete Konzept hat wenig mit den realen Problemen an den Trierer Schulen zu tun und ist daher in dieser Form nicht mehr tragbar. Der neue Stadtrat muss sich daher mit diesem Thema völlig neu auseinandersetzen“, erläutert Schneider.

Die FDP fordert konsequentes und pragmatisches Vorgehen, um die unhaltbare Situation endlich anzugehen. „Es ist absolut unverständlich, warum die baulich vollkommen einwandfreie Kürenzer Grundschule geschlossen wurde, die durch den Schimmelbefall vollends sanierungsbedürftige Egbertschule hingegen erhalten werden soll, und das wahrscheinlich für mehr als vier Millionen Euro Sanierungskosten“, erklärt Schneider. „Der Wunsch vieler Eltern, die Grundschule nach Möglichkeit direkt vor der Haustür zu haben, ist nachvollziehbar. Jedoch muss es auch möglich sein, über Effizienz und Kosten nachzudenken, gerade im Interesse und zum Wohl der Kinder. Wir  halten die Konzentration auf wenige, dafür aber gut ausgestattete und voll sanierte Grundschulstandorte für sinnvoller, als das kopflose Drängen auf einen Erhalt vieler nicht ausgelasteter und verschimmelter Schulen.“

Nicht nur der Schimmel in den Grundschulen, auch die Raumnot an den weiterführenden Schulen wird von der Stadtverwaltung lediglich registriert, nicht aber behoben. „Es gäbe durchaus Ausweichmöglichkeiten. In Bezug auf das HGT wäre etwa eine Auslagerung von Klassen in das leerwerdende Gebäude der Robert-Schuman-Realschule machbar, doch solche Möglichkeiten werden von Seiten der Stadt lapidar abgetan. Wir sollten nicht über teure Neubauten und Sanierungen debattieren, sondern darüber, wie die vorhanden Ressourcen am besten und effektivsten genutzt werden können.“ so Schneider weiter. Langfristig sollen alle weiterführenden Schulen schrittweise renoviert werden, dabei soll nach Ansicht der FDP keine Schulform bevorzugt werden. „Nur auf diese Art erhalten wir die Vielfalt unseres Bildungssystems und damit auch die Wahlfreiheit der Eltern und die individuelle Förderung der Schüler“, erklärt Schneider abschließend.

2014-05-06T16:11:24+02:00 6. Mai 2014|Allgemein, Pressemitteilungen, Wahl 2014|0 Comments

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