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„Zu Beginn waren wir nur eine kleine Gruppe motivierter Leute, ohne Geld und ohne Parteiapparat“

Österreichischer Nationalratsabgeordneter Michael Pock (NEOS) zu Gast bei der FDP Trier

Im Rahmen des von der FDP Trier wöchentlich veranstalteten „Liberalen Forum“ war am vergangenen Montag der österreichische Nationalratsabgeordnete der liberalen NEOS, Michael Pock, zu Gast.

„Wenige Menschen hatten uns im Vorfeld den Wahlerfolg zugetraut, zu Beginn waren wir nur eine kleine Gruppe motivierter Leute, ohne Geld und ohne Parteiapparat“, berichtet Michael Pock bei den Trierer Liberalen über die Gründerzeit der NEOS, des „Neuen Österreich“. 2013 zogen die NEOS dann überraschend mit neun Abgeordneten in den Nationalrat Österreichs ein. Es war eine „wahnsinnig emotionale Zeit“, wie Pock berichtet. Viele der Kandidaten hätten ihre eigenen Ersparnisse und den Jahresurlaub in den Wahlkampf gesteckt. „Mittlerweile liegen wir in den Umfragen konstant bei rund acht Prozent. Darüber freuen wir uns natürlich sehr.“ In Österreich sind vier Prozent Stimmenanteile nötig, um in den Nationalrat einzuziehen.

 „Wir haben uns sehr gefreut, dass das Treffen hier in Trier zustande gekommen ist“, zeigt sich der Trierer FDP-Vorsitzende Tobias Schneider erfreut über den Besuch aus der Alpenrepublik. „Auch nach den jüngsten Wahlerfolgen der Freien Demokraten ist das Ziel, der Wiedereinzug in den Bundestag, noch nicht erreicht. Da kann der Blick über den Tellerrand nicht schaden. Daher sind wir sehr froh über den regen Ideenaustausch mit den NEOS und den Besuch von Michael Pock hier bei uns“, begrüßte Schneider den Gast, der auch der Umweltpolitische Sprecher der NEOS Fraktion im Nationalrat ist.

Die Trierer Liberalen zeigten sich sehr interessiert an innovativen Wahlkampfmodellen, aber vor allem an der Bilanz des Präsidentenwahlkampfes. Die NEOS hatten dabei in der Stichwahl den Kandidaten der Grünen, Alexander van der Bellen unterstützt, der letztendlich knapp gegen Norbert Hofer, Kandidat der rechtspopulistischen FPÖ, gewann. „Wir sind, wie die FDP, eine durch und durch Pro-Europäische Partei“, erläutere Pock, der vor einem Erstarken von rechtspopulistischen Parteien in ganz Europa warnte. Die Liberalen seien dabei über Landesgrenzen hinaus in der Pflicht, diesen Tendenzen entgegenzutreten und mutig für ein liberales und weltoffenes Europa einzutreten.

Intensiv diskutiert wurde auch über das Vorwahlmodell der NEOS, mit dem die Kandidatinnen und Kandidaten der Partei für Wahlen bestimmt werden. „Das System hat sich bewehrt, weil jeder und jede Abgeordnete die ganze Legislatur hindurch aktiv sein muss, um die Basis, die den Einzug ins Parlament überhaupt erst möglich gemacht hat über die eigene Arbeit zu informieren. Außerdem tritt der typische Parteienklüngel in den Hintergrund, weil beispielsweise der Parteivorstand niemandem einen sicheren Listenplatz versprechen kann oder ähnliches.“

„Der Besuch von Herrn Pock war sehr bereichernd für uns und hat uns als deutschen Liberalen einige neue Blickwinkel auf die Situation in unserem Nachbarland, aber auch darauf, wie Parteiarbeit auch aussehen kann eröffnet.“ kommentierte FDP-Chef Schneider den Besuch abschließend.

2016-06-24T15:36:32+00:00 24. Juni 2016|Allgemein, FDP im Dialog, Parteileben, Pressemitteilungen|0 Comments

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