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Schluss mit der Traumtänzerei

FDP Trier fordert umfassende Strukturreform am Theater

 Laut Medienberichten sollen die Sanierungs- bzw Neubaukosten des Theater Trier laut dem Münchener Planungsbüro theapro zwischen 30 und 60 bzw. bis zu 100 Millionen Euro liegen. „Wenn sich diese Zahlen als wahr herausstellen, kann das Theater Trier den Drei-Sparten Betrieb so nicht mehr fortführen. Die Kosten für Sanierung oder Neubau eines Drei-Sparten-Hauses sind astronomisch hoch.“, konstatiert Tobias Schneider, Kreis- und Fraktionsvorsitzender der Trierer Liberalen. „Ein Weiter-so unter diesen Belastungen für die Steuerzahler kann und darf es nicht geben.“

 „Schon seit langem fordern wir, meist allein auf weiter Flur, endlich die Realitäten rund um das Theater anzuerkennen. Angesichts klammer Stadtkassen sowie der Schuldenbremse auf Landesebene muss endlich mit wirtschaftlicher Vernunft über das Thema zu gesprochen werden. Leider hat sich eine überwältigende Mehrheit im Stadtrat viel zu lange unberechtigten Hoffnungen und Wünschen hingegeben. Mit dieser Traumtänzerei muss spätestens jetzt Schluss sein.“ kritisiert Schneider.

„Bereits 2013 haben wir uns als einzige Fraktion gegen die Aufrechterhaltung des Drei-Sparten-Theaters ausgesprochen, wohlwissend, dass ein Weiterbetrieb so nicht finanzierbar ist“, so Schneider weiter. „Das Ziel war jedoch nie eine Schließung des Theaters, sondern eine teilweise Umwandlung des Hauses in ein Bespieltheater. So würde der Spielbetrieb weiterhin auf hohem Niveau aufrechterhalten werden, aber bei deutlich reduzierten Kosten. “

Immer wieder hatten die Trierer Liberalen gemahnt, das Theater auf ein wirtschaftlich stabiles Fundament zu stellen, um den zukünftigen Betrieb der erfolgreichen Sparten sicherzustellen. „Die Ratsfraktionen haben vor den offenkundigen Problemen die Augen verschlossen und offenbar gehofft, dass sich das Problem durch neues Personal und durch gebetsmühlenartige Bekenntnissen zum Drei-Sparten-Betrieb in Luft auflösen würde und dass man einen Neubau bzw. die Sanierung des Hauses bei vollständigem Erhalt der alten Struktur schon irgendwie stemmen könne. Dies ist jedoch nicht passiert. Jetzt wird ihnen die Rechnung hierfür präsentiert. Die FDP-Fraktion wird ohne grundsätzliche Strukturreform definitiv keinerlei Neubau- oder Sanierungsplänen zustimmen.“, so Schneider abschließend.

2016-09-15T22:36:46+00:00 15. September 2016|Allgemein, Pressemitteilungen|0 Comments

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