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FDP Trier fordert Neustart am Theater

Trierer Freidemokraten unterstützen Ablösung Sibelius‘ an der Theaterspitze

Seit Monaten brodelt es am Theater. Immer neue Hiobsbotschaften kommen herein und sorgen dafür, dass der ohnehin stark belastete städtische Haushalt noch weitere Kosten in Millionenhöhe zu tragen hat. Zu der bereits seit dem Sommer bekannten Budgetüberschreitung von 1,3 Mio. Euro kommt nun nochmal rund eine Million hinzu. „Man muss sich bewusst machen, dass es sich hierbei um das Geld der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt handelt, die dieses hart erarbeiten mussten und in ihrer Mehrheit gar nicht oder nur selten ins Theater gehen. Deren Geld jetzt in dieser Form und ohne jede Kontrolle mit vollen Händen auszugeben lässt sich durch nichts rechtfertigen.“ so Tobias Schneider, Vorsitzender der FDP Trier und Fraktionsvorsitzender der Liberalen im Trierer Stadtrat.

Seit Wochenbeginn wird daher in Stadtrat und Verwaltung auch offen über eine bevorstehende Ablösung des derzeit erkrankten Theaterintendanten Karl Sibelius gesprochen. „Ich denke dies muss jetzt der Weg sein.“ so Schneider „Eine Weiterbeschäftigung von Herrn Sibelius lässt sich angesichts dieser Entwicklungen definitiv nicht mehr begründen.“

Die Freien Demokraten hatten bereits im Sommer der Vertragsverlängerung mit Sibelius die Zustimmung verweigert. „Für uns war damals schon klar, dass es so nicht weitergehen konnte und dass angesichts der fehlenden Finanzplanung eine Verbesserung kaum zu erwarten war. Leider hat die übergroße Mehrheit der anderen Fraktionen damals, wie so oft in Bezug auf das Theater, die Augen ganz fest zu gemacht und auf irgendeine Lösung gehofft, die nicht kommen konnte. Eine politische Mitverantwortung an dem Desaster tragen diese Fraktionen daher auch.“ erklärt Schneider.

Den Rücktrittsforderungen von Seiten der CDU an Kulturdezernent Thomas Egger steht man in der FDP hingegen reserviert gegenüber. „Hier versucht man sich offenbar durch ein Bauernopfer von der eigenen Verantwortung reinzuwaschen und nebenbei noch ein paar machtpolitische Ansprüche zu befriedigen.“ ordnet Schneider die Forderung der Christdemokraten ein. „Es ist schon bezeichnend, wenn man über Monate und Jahre hinweg in Bezug auf das Theater im Dornröschenschlaf liegt und alles mitmacht, vom irrsinnigen Bekenntnis zum Drei-Sparten-Haus bis hin zur Vertragsverlängerung von Herrn Sibelius, und jetzt auf einmal aufsteht und mit dem Finger auf andere zeigt, anstatt Demut und Selbstkritik zu üben. Da drängt sich doch der Eindruck auf, dass man jetzt vor allem die Chance sieht, mithilfe des grünen Koalitionspartners, endlich einen zweiten CDU-Dezernenten installieren zu können.“

Dennoch fordert auch die FDP Aufklärung über die Vorgänge und eine klar Benennung von Verantwortlichkeiten. „Dies ist jetzt die Hauptaufgabe von Thomas Egger und seinen Mitarbeitern im Dezernat und im Theater. Wir erwarten ganz klar, dass wir zeitnah detailliert und nachvollziehbar dargestellt bekommen inwiefern hier Einzelpersonen Verantwortung tragen und wo es systemische Fehler gab und gibt. Abhängig von dieser Analyse muss dann darüber gesprochen werden, ob eine vorzeitige Neubesetzung an der Spitze des Dezernates III notwendig ist. Wir erwarten allerdings, sollte es entsprechende Verfehlungen von Seiten Thomas Eggers geben, dass er nicht den Stadtrat dazu zwingt zu handeln, sondern ggf. selbst die Konsequenzen zieht.“ so Schneider abschließend.

2016-10-27T15:30:39+00:00 27. Oktober 2016|Allgemein, Pressemitteilungen|0 Comments

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