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Integration statt Spaltung

Ende Mai fand zum 22. Mal das Internationale Fest des Beirats für Migration und Integration auf dem Domfreihof statt. Das rege Interesse der Trierer Bürger und das Engagement der vielen freiwilligen Helfer zeigen, dass die Willkommenskultur in unserer Stadt funktioniert, dass Integration überwiegend gelingen kann und dass die meisten Bürger ohne Vorurteile auf Menschen aus anderen Kulturkreisen zugehen können. In einer offenen pluralistischen Gesellschaft wie der unseren muss dies selbstverständlich sein. Lassen wir uns nicht verunsichern von den dumpfen Parolen aus der rechtspopulistischen Ecke, die mit vermeintlich seriösem Auftreten und der „das-wird-man-wohl-noch-sagen-dürfen“-Attitüde Angst schüren möchten vor dem „Fremden“.

Der „Sachstandsbericht (…) zur Bewältigung der Herausforderung von Flucht und Integration“ zeigt wie gut es unserer Kommune gelungen ist, durch die Anstrengungen vieler Bürger, die Herausforderungen der neuesten Migrationsströme anzunehmen und zu meistern. Oberstes Ziel muss hierbei immer sein, die zu uns gekommenen Menschen in unsere Gesellschaft aufzunehmen und ihnen Hilfestellung geben, damit sie sich hier integrieren. Und das alles ungeachtet ihres Aufenthaltstitels, des Status‘ ihres Asylverfahrens, ihrer religiösen, ethnischen oder kulturellen Herkunft.

Keiner darf die Vorschläge aus der rechtspopulistischen Ecke, nämlich bei den Integrationsangeboten die Aufteilung der Migranten in 2 Klassen, ernst nehmen: diejenigen, die hier bleiben und es sich somit „lohnt“ Steuergelder für die Integration zu investieren und die anderen, die eh unser Land verlassen müssen und es sich daher nicht „lohnt“, Arbeit, Mühe und Geld zu investieren. Ich würde mich schämen, solch einen Vorschlag überhaupt laut auszusprechen!

Katharina Haßler, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende

2017-06-12T12:00:57+00:00 12. Juni 2017|Fraktion, Rathauszeitung|0 Comments

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