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Die Zukunft des Theaters

Wie soll unser Theater in Zukunft aussehen? Diese Frage beschäftigt die Trierer Stadtpolitik nun schon etliche Jahre. Leider wurden Diskussionen hierüber bisher nur sehr zurückhaltend oder aber gar nicht geführt. Eine Strukturdebatte in alle Richtungen wird mit dem Verweis auf das mehrheitliche Bekenntnis des Rates zum Dreispartenhaus abgebügelt. Der damalige, lange ausgehandelte Beschluss zur Gründung einer AöR wird ohne Diskussion von Alternativen ausgesetzt. Eine langfristige Finanzplanung am Theater wird trotz der Krise ausdrücklich abgelehnt und der Kulturausschuss wird abgeschottet und darf seinen für die Verwaltung sicher sehr angenehmen Dornröschenschlaf fortsetzen.

Gleichzeitig drängt nun aber die Zeit. Das marode Gebäude und die ebenfalls störungsanfällige Bühnentechnik verfallen immer weiter, sodass wir gezwungen sind, nicht nur an Vorhandenem festzuhalten, sondern uns auch Gedanken über die Zukunft zu machen.

Die Krise am Theater ist trotz aller Sonntagsreden im Stadtrat keineswegs überwunden, weil es eben auch eine strukturelle Krise ist. Und auch der zuletzt vorgelegte Quartalsbericht wirft da aktuell noch viele Fragen auf. Gestützt wird diese Einschätzung übrigens auch von der regionalen Kulturpresse. Das Kulturmagazin Opus titelt hierbei zu den vorgelegten Zahlen: „Vorerst noch keine Entwarnung“ und dann weiter im Artikel: „Ein verlässlicher Trend lässt sich aus den vorliegenden Berichtszahlen bislang nicht ableiten.“ Hier liegt also noch viel Arbeit vor uns, wenn wir die Zukunft des Theaters aktiv gestalten wollen.

Nach der Verabschiedung des sogenannten „Zukunftskonzepts“ muss nun der nächste Schritt eine intensive Debatte über Strategie, Struktur, Wirtschaftlichkeit und die finanzielle Zukunft des Theater sein.

2018-07-20T11:38:06+00:00 5. Juni 2018|Allgemein, Fraktion, Rathauszeitung|0 Comments

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