Zukunftspolitik?

Mit großer Verwunderung hat die FDP-Fraktion die breite Zustimmung des Stadtrats zur Wiedereinführung der „Rollenden Bürgerversammlung“ zur Kenntnis genommen. Der Vorschlag, diese alte Form der Bürgerbeteiligung aus dem Jahre 1991 (!) zu reaktivieren, erscheint uns aus der Zeit gefallen. Heutzutage gibt es bessere, einfachere und kostengünstigere Möglichkeiten, die Bürger in den politischen Prozess einzubeziehen, Informationen weiterzugeben und Transparenz beim Verwaltungshandeln zu schaffen.

Wenn die CDU als Partei das Geld hat, interessierte Bürger mit Bussen durch die Stadt zu fahren, kann sie das gerne tun. Wir denken aber, dass diese Busfahrten unnötig sind. Im Zeitalter der Digitalisierung ist es für die Bürger einfacher, an politische Informationen zu kommen oder Kontakt zur Verwaltung und den Fraktionen aufzunehmen. Jeder kann mittels der Live- Übertragung im Offenen Kanal oder des Live-streams im Internet an unseren Stadtratssitzungen teilnehmen oder sich online über den Bürgerhaushalt aktiv einbringen. Ansonsten steht es allen frei, sich in Form von Briefen, E-Mails oder per Facebook an die Parteien und Fraktionen zu wenden, wenn irgendwo der Schuh drückt. Es gibt somit – wie man sieht – genügend Möglichkeiten, mit den Bürgern in den Dialog zu treten. Da brauchen wir keine ana- chronistischen Busfahrten durch die Stadt, die uns hier als liebgewonnene Tradition aus den 90er Jahren verkauft werden sollen.

Unabhängig davon lädt die FDP-Fraktion schon seit längerem jeden Monat die Bürger zu ihrer Veranstaltung „Fraktion vor Ort“ ein. Wir besuchen abwechselnd einen anderen Ortsteil, um mit den dort lebenden Menschen in den Dialog zu treten. Hier kann offen über Anregungen, Wünsche und Kritik an unserer Kommunalpolitik gesprochen werden.

2018-07-24T17:50:15+00:00 26. Juni 2018|Allgemein, Fraktion, Rathauszeitung|0 Comments

Leave A Comment