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Mehr als alte Steine

Trier ist als Römerstadt bekannt und die antiken Stätten sind einer der Hauptgründe, warum die Besucher jedes Jahr scharenweise in unsere Stadt strömen. Porta Nigra, Basilika, Römerbrücke, Amphitheater und die Thermenanlagen stehen dabei für die allermeisten Touristen fest im Besichtigungsprogramm. In Zeiten von In-
stagram und Eventtourismus reicht allerdings das Vorhandensein und die Pflege der historischen Stätten allein häufig nicht mehr aus. Es geht darum diese Orte mit Leben und Erleben zu füllen.

Hier passiert in Trier bereits viel, sowohl von Seiten der Stadt als auch von Privaten. Das Konzertwochenende Porta³ nutzt die antike Kulisse der Porta Nigra zur Inszenierung von Musikern verschiedener Genres, von Klassik bis Rock. Das Mosel Musikfestival trägt mit den historischen und außergewöhnlichen Spielstätten ebenfalls positiv zur Wahrnehmung unserer Region als Kulturregion bei. Das schafft Emotionen und einzigartige Momente, übrigens für Touristen wie Einheimische gleichermaßen.

Ein weiteres Beispiel sind die Open Air-Konzerte im antiken Flair des Amphitheaters. Facebook und Instagram waren Ende Juli voll mit positiven Posts und Bildern von den Auftritten von Amy Macdonald, Chris de Burgh und Gentleman. Das sorgt nicht nur für Freude und Begeisterung bei den Gästen, sondern ist gleichzeitig auch die beste Form von Stadtmarketing in der heutigen Zeit.

Die schlechten Erfahrungen mit Konzepten wie den Antikenfestspielen oder Brot und Spiele dürfen uns nicht davor zurückschrecken lassen, immer wieder neue Wege zu suchen, wie wir unsere antiken Stätten noch besser in Szene setzen und erlebbar machen können.

Wir wohnen nicht in einem Freilichtmuseum, sondern in einer lebendigen und vielfältigen Stadt. Das sollte man auch an den historischen Orten spüren.

Tobias Schneider

2019-02-07T12:17:16+02:00 7. August 2018|Allgemein, Fraktion, Rathauszeitung|0 Comments

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