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Wohnungsbau neu denken

Eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit ist die Wohnungssituation in den deutschen Städten, auch hier in Trier. Die Mieten steigen rasant und viele Menschen finden kaum noch bezahlbaren Wohnraum. Den Mehrheitsfraktionen im Bundestag und auch im Trierer Stadtrat fallen hierzu nur Lösungen ein, die auf Zwang und Gängelung von Investoren und Immobilienbesitzern setzen. Von der Mietpreisbremse bis zu den verpflichtenden Quoten für sozialen Wohnungsbau hier in Trier predigt man die sozialen Ziele dieser Politik, sorgt in der Realität aber leider zum Teil sogar für eine Verschärfung der Lage. Zu dieser Erkenntnis gelangte kürzlich auch ein wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung und empfahl, die Regierung solle „den Mut haben, bestehende Markteingriffe, die auf den ersten Blick berechtigt erscheinen, sich jedoch als unwirksam oder sogar kontraproduktiv erwiesen haben, wieder abschaffen.” Konkret fordern die Experten die ersatzlose Streichung der Mietpreisbremse und das Zurückfahren des sozialen Wohnungsbaus als unwirksame Mittel. Eine Wohnungspolitik die dafür sorgt, dass Menschen in bezahlbaren Wohnraum einziehen sieht anders aus.

Wir müssen stattdessen dringend …

… mehr Bauland zur Verfügung stellen, um den Druck aus dem Mietmarkt zu nehmen.

… die Nachverdichtung und Aufstockung von Etagen in bestehenden Wohnquartieren vorantreiben.

… bürokratische Hürden abbauen und schnelle Genehmigungsverfahren in der Verwaltung durchsetzen.

… kontraproduktive Regulierungen, wie die verpflichtende Quote für den wirkungslosen sozialen Wohnungsbau abschaffen.

…die Bauverwaltung komplett digitalisieren. Die dicke Bauakte im Regal muss komplett durch digitale Akten und Bearbeitungsprozesse abgelöst werden.

Tobias Schneider

2019-02-07T12:29:42+01:00 11. September 2018|Allgemein, Fraktion, Rathauszeitung|0 Comments

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