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Veränderung (nicht) erwünscht?

In der letzten Stadtratssitzung wurde wieder über einen größeren Zuschuss zum Exhaus e.V. entschieden. Die breite Mehrheit des Rates stimmte der Verwaltungsvorlage zu. Wir Freien Demokraten konnten leider nicht zustimmen. In unserem Änderungsantrag forderten wir die Rückzahlung des Zuschusses, betrachtet als zinsloses Darlehen, sobald der Verein wieder liquide ist. Leider wurde unser Vorschlag nicht angenommen.

Die Jugendarbeit des Exhauses ist wichtig für unsere Stadt, weshalb wir bisher die außerplanmäßigen Zuschüsse mitgetragen haben. Immer in der Hoffnung, die finanzielle Situation würde sich verbessern. Dass aber schon wieder ein größerer Zuschuss nötig ist, sollte die anderen Ratsfraktionen aufhorchen lassen. Wäre es jetzt nicht angebracht, über eine grundsätzliche Strukturveränderung der Vereinsorganisation nachzudenken? Die Ausübung der Jugendarbeit könnte doch getrennt werden von der Organisation kommerzieller Events und Konzerte. Diese bisherige Vermischung ist unserer Meinung nach ein Grund (neben den Brandschutzmaßnahmen am Gebäude), warum der Verein immer wieder in eine finanzielle Schieflage gerät. Es ergibt für uns keinen Sinn, dass die Stadt wettbewerbsverzerrend einen Verein mit Zuschüssen unterstützt, der mit seinen Veranstaltungen wie Konzerten und Partys den privaten Anbietern auf dem Markt Konkurrenz macht.

Wir unterstützen grundsätzlich immer die absolut wichtige Jugendarbeit des Exhauses. Eine Schließung des Vereins in seiner Funktion als sozialer Träger stand für uns nie zur Debatte. Wir kritisieren aber, dass aufgrund nostalgischer Gründe und einer ideologischen Sichtweise auf die Probleme an überalterten Strukturen festgehalten wird, die positive Entwicklungen hemmen.

Katharina Haßler

2019-02-07T12:37:42+01:00 16. Oktober 2018|Allgemein, Fraktion, Rathauszeitung|0 Comments

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