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Ausgleichende Verkehrspolitik

Als leidenschaftliche Fahrradfahrerin freue ich mich über die jüngsten Verbesserungen für den Radverkehr, wie etwa durch die Piktogramme oder die Fahrradgarage am Hauptbahnhof. Doch leider nehme ich zugleich eine Verschärfung der Diskussion über die richtige Verkehrspolitik wahr. In den (sozialen) Medien kann man eine ideologisch aufgeladene Debatte zwischen Autofahrern und Fahrradfahrern beobachten, in der es nicht gelingt, Kompromisse herzustellen, sondern eher die Gräben zwischen den Lagern zu vertiefen. Dabei ist es nicht hilfreich, wenn täglich auf Triers Straßen oftmals keine Rücksicht aufeinander genommen wird, da einige Verkehrsteilnehmer, sei es zu Fuß, auf dem Rad oder im Auto, sich nicht an die Spielregeln halten wollen.

Dabei halte ich eine Benachteiligung einer Verkehrsteilnehmergruppe zugunsten der anderen aufgrund der Wunschzettelmentalität einiger Stadtratsfraktionen, mit der Maßnahmenkataloge gefordert werden, für nicht zielführend. Wenn wir dem täglichen Verkehrs-
chaos Herr werden wollen, müssen langfristige Verbesserungen für alle erreicht werden. Denn die Bürger sollten weiterhin die Wahlmöglichkeit haben, wie sie sich in und durch unsere Stadt bewegen, ohne dafür von anderer Seite verurteilt zu werden.

Außerdem warne ich davor, das Dezernat IV in Zeiten des beginnenden Kommunalwahlkampfs mit Wunschmaßnahmen zu überfordern. Die anderen Fraktionen wissen genauso wie wir, dass die schnelle Umsetzung aufgrund des Investitionsstaus nicht immer möglich ist. Es entsteht auch dann Politikverdrossenheit, wenn viel gefordert und mit guter Absicht beschlossen wird, aber in dem Wissen, dass es nicht zu einer zügigen Umsetzung kommt.

Katharina Haßler

2019-02-07T11:47:29+01:00 11. Dezember 2018|Allgemein, Fraktion, Rathauszeitung|0 Comments

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