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Zur Ehrenrettung des E-Busses

In den letzten Tagen hat es Trier mal wieder mit einer peinlichen Aktion in die überregionalen Medien geschafft. Leidtragende sind diesmal die Stadtwerke und einer ihrer beiden nagelneuen Elektrobusse. Nachdem es zuvor bereits Verzögerungen bei der Auslieferung gab, nun das nächste Unglück: Ein Bus steht nur zwei Wochen nach der Inbetriebnahme bereits still.

Wenn die Heizung läuft, gibt es Probleme mit den Batteriezellen und der Software. Nun wartet man auf Support vom Hersteller. Die Nachricht, dass der erste Elektrobus in Rheinland-Pfalz bereits nach zwei Wochen schlapp macht, verbreitet sich natürlich wie ein Lauffeuer, insbesondere in den Sozialen Medien. Die Kommentare sind in Zeiten von Dieselskandal und unsinnigen Fahrverboten natürlich entsprechend: Wahlweise ist die Rede von einem „Schildbürgerstreich“ oder „linksgrün ideologischer Verdummung“. Ein Fest also für Populisten, Schwarzseher und Bedenkenträger. Als FDP-Stadtratsfraktion sind wir der Auffassung, dass man solchen Kommentaren sachlich entgegentreten muss. Wir halten die Entscheidung für die Busse nämlich dennoch für richtig und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Die Stadtwerke als erfolgreiche Versorger mit grünen Energien, Verkehrsbetrieb und Beteiligungsgesellschaft der Stadt sind geradezu prädestiniert dafür, auf Elektromobilität zu setzen.
  2. Neue Technologien können sich nur durch die Nutzung in der Praxis bewehren. Etwaige Probleme können auf diesem Weg erkannt und die Technologie weiter verbessert werden. So ist es auch bei der Elektromobilität. Dass die Stadt hier einen Beitrag leistet, ist richtig.
  3. Mit der sukzessiven Umrüstung der Stadtbusflotte auf Elektrobusse, angetrieben von umweltfreundlicher Energie aus dem eigenen Netz der Stadtwerke, sorgt man auch hier für eine geringere Belastung durch Luft- und Lärmemissionen, was Menschen, die an einer Buslinie wohnen, in Zukunft entlasten wird.

Tobias Schneider

2019-02-07T12:06:42+00:00 15. Januar 2019|Allgemein, Fraktion, Rathauszeitung|0 Comments

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