Unsere Haltung

Es ist nicht einfach, eine andere Meinung als die überwiegende Mehrheit zu haben. Aber in einer Demokratie sollten abweichende Meinungen respektiert werden, solange sie sich auf Sachargumente berufen. Unsere Ablehnung der Vorlage zur Theatersanierung begründet sich auf unserer jahrelange Kritik an den Strukturen des Theaters und der nicht gegebenen Wirtschaftlichkeit. Solange von der Stadtverwaltung kein tragfähiges Finanzierungs- und Zukunftskonzept des Theaters vorgelegt wird, können wir nicht guten Gewissens einer Sanierung in dieser Größenordnung zustimmen.

Dabei möchten wir nochmal ausdrücklich betonen, dass wir hinter dem Erhalt des Theaters stehen und den Sanierungsbedarf des Gebäudes sehen. Wir freuen uns über die wachsenden Zuschauerzahlen in der aktuellen Spielzeit. Mit dem neuen Intendanten wurden die richtigen Weichen für eine positive Entwicklung gestellt. Wir wissen, dass die Mitarbeiter des Theaters voller Engagement gemeinsam an den Produktionen arbeiten, damit diese ein voller Erfolg werden. Und gerade deswegen hätten sie es auch verdient, dass darüber diskutiert wird, wie die Grundlagen ihrer Arbeit, unabhängig von der räumlichen Situation, verbessert werden können. Leider hat sich der Stadtrat in der Vergangenheit jeglicher Diskussion darüber verweigert.

Zur unserer Ablehnung der Vorlage, die den Anbau der Tufa betrifft, sei noch gesagt: Wenn es eine separate Vorlage zur sofortigen Sanierung der Tufa gegeben hätte, hätten wir dieser zustimmen können. Da aber die Theatersanierung den Anbau der Tufa als Interimsstätte bedingt, mussten wir konsequenterweise auch diese leider ablehnen. Ich hoffe wirklich sehr, dass auch noch in fünf Jahren der politische Wille da ist, Geld für die geplante Generalsanierung des Tufa-Gebäudes auszugeben.

Katharina Haßler

2019-02-07T12:13:23+01:00 5. Februar 2019|Allgemein, Fraktion, Rathauszeitung|0 Comments

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